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Düsseldorf ist Chef-Sache!

„Die neue Chef-Sache ist gerüstet für die nächsten Jahre und ich freue mich dabei zu sein.“ – Heiko Antoniewicz (Zum zweiten Mal von der Branche als bester Impulsgeber ausgezeichnet.)

 

„Best organized Chef’s Kongress of the World.” – Massimo Bottura (Drei Sterne Guide Michelin, Italien)

 

“Die Chef-Sache 2017 war wieder einmal eines der wichtigsten Events des Jahres. Besonders begeistert hat mich neben den Vorträgen der neue, größere Messebereich, der viel Raum für Gespräche mit Kollegen, Lieferanten und Produzenten bot.“ – Benjamin Kriegel (Küchenchef Fritz´s Frau Franzi, Düsseldorf)

Nicht nur ich war gespannt, wie das sein wird. Chef-Sache in Düsseldorf. Nein, irgendwelche Plattitüde werde ich jetzt betreff des Ortswechsels nicht zum Besten geben. Weltoffen und neugierig sage ich höchstens noch Köln meets Düsseldorf. Weltoffen und neugierig sind auch Thomas Ruhl und seine Frau Carola Gerfer-Ruhl, Initiatoren dieses bereits zum 9. Mal jährlich stattfindenden Highlights der Gastronomieszene. Das ausschließlich Fachbesuchern zugängliche Event manifestierte erneut seine Position als größtes und bedeutendstes Gastronomie-Symposium im deutschsprachigen Raum. So kann ich es der Pressemeldung entnehmen, bestätigt wurde es mir aber durch die zahlreichen Unterhaltungen mit den Besuchern vor Ort. Allesamt aus der Branche. Thomas Ruhls Vision ist längst angekommen. Angekommen die Idee, mit der Chef-Sache die deutsche Gastronomie zu fördern und gleichzeitig zu zeigen, was sich sonst noch weltweit in der Küche tut. Immer auf der Suche nach Neuem musste Ruhl sich auch immer wieder Diskussionen stellen, seine Vision erklären. Verstanden wurde er von den Avantgardisten der internationalen Gastronomieszene. Mussten sie sich und ihre Idee vom Essen doch auch immer wieder erklären. Typisch Avantgardisten. Vorreiter. Vorprescher. Stand haltend, den Gedanken, die Idee verteidigend. Die tosenden Beifälle für die von über 50 Spitzen-Referenden auf drei Bühnen performten Beiträge sind die Munition der Chef-Sache und die Darsteller durften ihn getrost deckungslos entgegennehmen. 

Nicht verteidigen musste das Avantgard-Cuisine Festival den Umzug von Köln nach Düsseldorf. Das Böhler Areal schien nur darauf gewartet zu haben. Die Alten Schmiedehallen präsentierten sich hell, großzügig und boten ausreichend frische Luft um jederzeit durchzuatmen. Köln war zu klein geworden. Auch dies eine Auszeichnung für Ruhl. Der persönliche Willkommensgruß von Oberbürgermeister Geisel war nur noch als i-Tüpfelchen zu sehen. Die Besucherzahl wächst von Jahr zu Jahr und der Termin ist fester Bestandteil der Gastronomiebranche. So stieg die Zahl der Besucher dieses Jahr auf über 3.300, 185 Journalisten und Blogger informierten sich und die über 100 Aussteller hatten ausreichend Platz sich zu präsentieren. Letzteres sorgte für ein entspanntes und informatives „get together“ an den einzelnen Ständen.

Wieder einmal zeigten die auf den Bühnen stattfindenden Vorträge, vorgetragen durch international hochdotierte Persönlichkeiten, Impulse, die größte Beachtung fanden. Unter anderem Paul Pairet vom Ultraviolet in Shanghai ließ sich seinen Gastauftritt nicht nehmen und kam mehr als gerne. Zunächst überraschend seine noch am Sonntagabend angetretene Heimreise, der Grund aber zwei Tage später hierfür offiziell: Herzlichen Glückwunsch Paul Pairet zum dritten Stern!

Die spannenden Diskussionsrunden mit interessanten Gedanken und Ideenansätzen fanden nicht nur durch die entsprechenden Talkgäste, dieses Jahr mit Special-Guest Frank Rosin, größtes Interesse, sondern auch durch die fachlich kompetenten Talkmaster wie Jürgen Dollase, Ralf Bos und natürlich Thomas Ruhl. Deshalb sicherlich nicht verwunderlich, das ganz besonders auch der Nachwuchs der Gilde interessiert und hochkonzentriert den jeweiligen Vorträgen und Darbietungen auf der Bühne folgten.

Die Alten Schmiedehallen boten Platz genug auch weitere Ideen umzusetzen. Chillig in Club-Sesseln und auf der Couch sitzend konnte man entspannt den Darbietungen der Masterclass-Bühne folgen. Mache ich immer wieder mit Freude wenn Heiko Antoniewicz auf der Bühne präsentiert. Besonders begeisterte mich dieses Jahr jedoch die „School of Wine“. Wie in der Schule saß man auf alten Schulbänken und lauschte den einzelnen „Schulstunden“. Und es war wie in der Schule. Die eine Stunde verflog dank guter „Lehrer“ wie im Flug, bei anderen ließ man sich gerne schon einmal ablenken und blinzelte auf die Uhr. Mit der „School of Wine“ bot man auch einem anderen Bereich der Gastronomie die Möglichkeit, sich zu informieren. Dem Service. Informations- und Austauschmöglichkeiten für ihn und die Sommeliers sind sicherlich noch ein ausbaufähiges Thema dieser ansonsten rundum gelungen Veranstaltung. 

Auch der Abschluss war dieses Mal neu. Fieberte man sonst schon der legendären „Shipwrecked Party“ in den Räumen von PortCulinaire entgegen, bezog man seitens des Veranstalters dieses Jahr den Carlsplatz – Düsseldorfs Viktualienmarkt – mit ein und lud auf andere Art und Weise dazu ein den Abend ausklingen zu lassen. Einzelne Händler des Carlsplatzes verlegten kurzerhand einen Teil ihres Standes in die Alten Schmiedehallen und bewirteten die Gäste kostenlos am Sonntagabend bei cooler Musik mit Leckereien. Montags war der krönende Abschluss ein gesetztes Dinner in der Brasserie Stadthaus zu dem man im Vorfeld Karten erwerben konnte. Der Erlös kam „Spitzenköche für Afrika“ zu gute. Ein Herzensprojekt von Ralf Bos, dessen Unternehmen auch dieses Jahr wieder als bestes Unternehmen den Branchenoskar gewann. 

Alle Gewinner und Plazierten des „Best-of-the-Best-Award“, der zum sechsten Mal verliehen wurde, findet ihr auf www.chef-sache.eu Der Branchen-Oscar hat für die Nominierten, Sieger und Plazierten eine ganz besondere Bedeutung. Nominieren und abstimmen dürfen nämlich nur die, die aus der Branche kommen und somit die entsprechende Leistung auch richtig bewerten können. Den Initiatoren Port Culinaire und Fleet Food Events sei für die perfekte Organisation größter Dank ausgesprochen. Ganz besonders dem nach außen hin bekanntesten Gesicht Carola Gerfer-Ruhl. Sie strahlte zu jeder Zeit mit der Sonne um die Wette und ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Kompetent hatte sie stets für jeden ein offenes Ohr und hatte für alles jederzeit die entsprechende Hilfe. Nicht nur LaViaVita freut sich auf 2018.

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